Die besten Festival-Sets als Stream: Psychedelic Rock

Die besten Festival-Sets als Stream: Psychedelic Rock


In Zeiten der sozialen Isolation und Ausgangssperren sehnen wir uns alle besonders nach dem nächsten Musikfestival, wie auch die Beliebtheit der zahlreichen Konzert-Livestreams, die jeden Tag aus dem Boden sprießen, beweist.

Wir verstehen dieses Verlangen nur allzu gut. Um dir die Langeweile zu Hause zu vertreiben, haben wir für dich in den Archiven gekramt und unsere Favoriten unter den Festivalkonzerten herausgesucht.

Was wir jetzt gerade am meisten brauchen, ist Ablenkung von den Nachrichten. Was gibt es da Besseres als den Psychedelic Rock, der uns in eine immersive Welt fernab der Realität entführt. Das ideale Genre für den Startschuss dieser Artikelreihe.

Dreh die Lautstärke auf und lass dich zu den besten Klängen weit und breit treiben.


Grateful Dead - Woodstock, 1969

 

Zwar war die Band der Meinung, dass ihr Konzert bei dem berühmtesten Festival in der Geschichte der Pop-Musik nicht ganz glatt lief, nicht zuletzt da sie es aufgrund von technischen Problemen vorzeitig beenden mussten, dennoch verkörpert dieses Konzert unserer Meinung nach die 60er-Jahre und vor allem das Mantra „Turn on, tune in, drop out“.


The Doors - Isle of Wight, 1970

 

Leider ist dies eines der letzten Konzerte von The Doors, denn wenig später verstarb Jim Morrison. Dieses Konzert hat einen ganz besonderen psychedelischen Vibe und fühlt sich weniger hektisch an als andere Konzertaufnahmen von den Doors, vielleicht auch deshalb, da der Lizard King selbst offensichtlich berauscht ist. Wissenswertes zum historischen Kontext des Konzerts findest du hier.


George Clinton & Parliament/Funkadelic - Montreux, 2004

 

Die Einordnung in die Kategorie Rock trifft bei diesem Konzert vielleicht nicht ganz zu, dass die Musik von George Clinton zu Psychedelic gehört, kann jedoch niemand bestreiten. Der Musiker schuf in den 70er-Jahren einen neuen Sound und vereinte Soul und Funk mit den psychedelischen Prinzipien der späten 60er-Jahre. Bei diesem Konzert bringt Clinton seine Projekte Parliament und Funkadelic sowie über 30 Jahre Musikgeschichte zu einem der legendärsten Jazz-Festivals der Welt.


Pink Floyd - Live 8, 2005

 

Pink Floyd darf in unserer Liste keinesfalls fehlen. Zwar stammt das Konzert nicht aus der Blütezeit der Band und dennoch ist es aus zwei Gründen wichtig: Erstens war dies das erste Mal seit 24 Jahren, dass das Gründungsmitglied Roger Waters gemeinsam mit der Band auf der Bühne stand und zweitens begeisterte die Band das Publikum in den 24 Minuten Spielzeit mit Songs wie „Breath“, „Money“, „Wish You Were Here“ und „Comfortably Numb“ Das nenne ich mal eine Setlist.

Hör dir auch an, wie Pink Floyd zusammen mit Frank Zappa im Jahr 1969 eine Jam-Session hinlegt, um so richtig tief einzutauchen.


Animal Collective - Melt Festival, 2009

 

Auch das Konzert von Animal Collective gehört streng genommen nicht zum Genre Rock, jedoch gab es in den später 00er- und frühen 10er-Jahren keine andere Band, der es so spielerisch gelang, ihr Publikum mit ihrem Sound in andere Dimensionen zu befördern. Dieses Konzert vom Melt Festival in Gräfenhainichen stammt von der Tour des damals neuen trippig psychedelischen Albums Merriweather Post Pavilion.


The Flaming Lips - Hangout Music Festival, 2012

 

Seit fast vier Jahrzehnten bewegen sich die The Flaming Lips zwischen Genie und Wahnsinn. Bei diesem Konzert von Hangout zieht die Band mit Mitgröl-Hymnen wie „Do You Realize?“ und „She Don't Use Jelly“, einer Coverversion von The Dark Side of the Moon von Pink Floyd und natürlich der kunterbunten Bühnenproduktion wirklich alle Register.


Tame Impala - Glastonbury, 2013

 

Seit seinem Karrierewandel zum Pop-Produzenten hängt die Glaubwürdigkeit von Kevin Parker als Psych-Rocker am seidenen Faden. Im Jahr 2013 wurde der Musiker jedoch als Retter des Genres gehandelt: Gitarre, Bass und echtes Schlagzeug waren damals noch der Kern des Sounds von Tame Impala. Das Wissen, wie sich das Ganze im Laufe der Zeit entwickeln wird, macht ihren ersten Auftritt bei Glastonbury umso interessanter.


Goat - Roskilde, 2013

 

Goat, die mysteriöse Band aus Schweden, gehört zu den mystischsten Psychedelic-Acts der Stunde. Ihre Konzerte erschallen mit hypnotischen Grooves und unablässigen Schlagzeug-Patterns und beschwören urzeitliche Vibes, wie sie bei diesem Konzert beim dänischen Festivalriesen Roskilde eindrücklich unter Beweis stellten.


Caribou - Dimensions, 2014

 

Caribou ist aus der Welt der elektronischen Musik nicht mehr wegzudenken. Das Solo-Projekt des Kanadiers Dan Snaith verwandelt sich für Live-Shows in eine vierköpfige Band. Das Quartett bedient sich an einem riesigen Spektrum an Klängen und webt sie zu einem kosmischen Soundteppich zusammen, wie bei diesem Eröffnungskonzert für Dimensions im Jahr 2014.


Oh Sees - La Route du Rock, 2017

 

Wie du bestimmt schon gemerkt hast, haben wir in dieser Liste einige Acts eingeschlossen, die streng genommen nicht dem Genre „Rock“ zugeordnet werden können. Mit Oh Sees machen wir das jedoch wieder gut, denn mehr Psych Rock geht nicht. Wild schrammelnde Gitarren, harte Bässe, zwei Schlagzeuger und eine Prise Synthesiser. Die Shows der Oh Sees dringen tief in deine Gehirnwindungen ein und das energiegeladene Konzert bei La Route du Rock droht vor lauter Energie aus deinem Bildschirm springen zu wollen. So gehört sich das.

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