Die besten Festivalmomente von Liam Gallagher

Die besten Festivalmomente von Liam Gallagher


Der verlorene Sohn Manchesters und die letzte Bastion der Britpop-Ära ist nach mehreren Jahren, in denen er Twitter unsicher machte, nun dahin zurückgekehrt, wo er hingehört: An die Spitze der Charts.

Mit seiner Rückkehr ins Rampenlicht hat Liam Gallagher auch seine Herangehensweise geändert; über die Jahre ist er viel verwundbarer, ehrlicher und empathischer geworden – seine Zunge ist jedoch so spitz wie eh und je, vor allem dann, wenn es um seinen Bruder Noel geht.

Die Bewohner*innen Manchesters und Fans erfreuen sich an der kürzlich erschienen Doku As It Was. Ein zweites Solo-Album ist außerdem in Arbeit, die bluesige Auskopplung „Shockwave“ wurde bereits veröffentlicht und beweist, dass es sich ganz und gar nicht um seinen Abgesang handelt.

Arrogantes Großmaul und lebende Legende – der ehemalige Oasis-Frontmann steht dieses Jahr bei Glastonbury, Pohoda, Metronome, Atlas Weekend und Bilbao BBK auf der Bühne. Wir werfen einen Blick auf seine denkwürdigsten Festivalmomente:


„Slide Away“ bei Glastonbury, 1995

 

Nur ein Jahr nach ihrem Debüt und dem Höhepunkt der Britpop-Welle standen Oasis bei dem legendären britischen Glastonbury Festival als Headliner auf dem Programm. Ihre ersten beiden Scheiben Definitely Maybe und What's The Story Morning Glory? wurden über Nacht zu den britischen Kult-Alben schlechthin. Trotz der Kabbeleien und Angebereien der beiden Brüder sind Songs wie „Slide Away“ gefühlvoll, rührend und vor allem beständig.


„Acquiesce“ bei Maine Road, 1996

 

Hierbei handelt es sich streng genommen nicht um ein Festival, sondern eher um ein Konzert. Aus purer Nostalgie spielten sie als Headliner im baufälligen Stadion ihres heiß geliebten Fußballvereins Manchester City. In ihrer Stadt werden sie wie Könige gefeiert und in diesem Song geht es um die zwar sehr enge, jedoch hoch explosive Beziehung der Brüder. Die beiden liegen zwar noch immer im Clinch, jedoch vertrugen sie sich zumindest für den Song „Acquiesce“, was so viel wie „dulden“ bedeutet.


„Champagne Supernova“ im Knebworth Park, 1996

 

Die Band, die The Beatles vergöttert, kam im Jahr 1996 nah an den Erfolg der Fab Four heran. Ihre beiden Konzerte im Knebworth Park mit einer Kapazität von schlappen 120.000 Personen waren restlos ausverkauft, das hatte man bis dato so noch nicht erlebt. Selbst britische Legenden wie Led Zeppelin und Pink Floyd hätten davon nur träumen können. Es war der Moment, in dem sich Oasis als größte Band des Vereinigten Königreichs, und vielleicht sogar der Welt, etablierte. Eine phänomenale Version von „Champagne Supernova“ diente als krönende Zugabe des Megakonzerts.


„Don't Look Back In Anger“ beim Glastonbury, 2017

 

Sein Comeback-Konzert beim Glastonbury, bei dem er schon ein paar Jahre zuvor auf der Bühne stand, rundete LG mit einer Acapella-Version des von Bruder Noel geschriebenen „Don't Look Back In Anger“ ab. Liam überließ den Großteil des Kultsongs dem Publikum, das unbeschreibliche Textsicherheit bewies. Ein wahrlich bewegender Moment, den Liam am Ende, bescheiden wie er ist, als „biblisch“ beschreibt.


„Live Forever“ bei One Love Manchester, 2017

 

Auf dem Benefizkonzert One Love Manchester gedachten Liam Gallagher und Coldplay-Frontmann Chris Martin gemeinsam mit einer rührenden Version von Live Forever den Opfern der Anschläge von Manchester, der Anschläge von London und den Opfern der Grenfell-Katastrophe. Der Song, der von endloser Jugend erzählt, erhielt in diesem Zusammenhang eine ganz neue Bedeutung, nämlich dass die verlorenen Seelen dieser Tragödien für immer in unserer Erinnerung weiterleben werden.


Hier findest du alle Festivals, auf denen Liam Gallagher spielt.

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