Die 10 besten Festival-Dokus

Die 10 besten Festival-Dokus


In Zeiten der durch das Coronavirus nötigen Ausgangsbeschränkungen sehnen sich viele von uns nach dem nächsten Festival-Abenteuer. Um dir die Wartezeit ein bisschen zu verschönern, haben wir in den Archiven gekramt und für dich die besten Festival-Dokumentationen der Geschichte herausgekramt.

Du interessierst dich für die Anfänge des Musikfestivals? Möchtest herausfinden, warum sich Musikfestivals weltweit so großer Beliebtheit erfreuen? Möchtest verstehen, warum Musik die Basis sowohl für ausgelassenes Feiern als auch kulturellen Wandel sind? Oder bist einfach ein großer Festivalfan? Dann haben wir genau das Richtige für dich.

Hier ist unsere bunt durcheinander gewürfelte Auswahl an Festival-Dokus, die dich direkt in die erste Reihe katapultieren werden.


1. Glastonbury (2006)

 

Einigen steckt die kürzliche Absage des Festivals vielleicht noch zu tief in den Knochen, um diese Doku genießen zu können. Die einzig gute Nachricht ist, dass alle, die bereits ein Ticket ergattert haben, dieses auch für die nächste Ausgabe verwenden können.

Vor vielen Jahren dachte Michael Eavis daran, den beliebten Festivalgiganten ruhen zu lassen, sodass Filmemacher Julien Temple die letzte Ausgabe festhalten wollte. Wie du sicherlich weißt, war dies ganz und gar nicht das Ende des Festivals, sodass Temple auch in den darauf folgenden Jahren das bunte Treiben bei Glastonbury dokumentierte.

Alle, die noch nicht im Bann des ultimativen Festival-Erlebnisses von Glastonbury stehen, wird die Doku in die einzigartige Welt der Worthy Farm entführen.


2. Spark: A Burning Man Story (2014)

 

Ein weiterer Festivalgigant, dessen Ausmaße man erst dann begreift, wenn man ihn einmal erlebt hat. Nach dieser Doku wirst du den Wunsch verspüren, auch irgendwann mal dabei zu sein.

Der Film bietet einen Einblick in die Höhen und Tiefen, in den Schmerz und die Ekstase, die Tausende von Menschen jedes Jahr in die Black Rock City inmitten der kargen Wüste Nevada lockt.

Das Burning Man ist viel mehr als nur ein Musikfestival, es ist ein immersives (und staubiges) Abenteuer, das wirklich auf jeder Bucket-Liste stehen sollte.


3. This Was Tomorrow (2015)

 

Wenn wir schon mal bei den Festivalgiganten sind, dürfen wir natürlich auch das Tomorrowland nicht vergessen.

Nach der 10. Ausgabe im Jahr 2014 und Festivalablegern auf der ganzen Welt beleuchtet die Doku „This Was Tomorrow“ den Einfluss von Festivals im Bereich der elektronischen Musik und wie die Werte des Festivals (wie Würde, Respekt und Gemeinschaft) eine neue Welle an Feierlichkeiten auf der ganzen Welt auslösten.

In der Doku wird deutlich, dass das Tomorrowland nicht nur die Festivalszene neu definierte, sondern auch in die Geschichtsbücher eingehen wird.


4. Soul Power (2008)

 

Angesichts des in Kinshasa, der damals als Zaire bekannten Hauptstadt der Demokratischen Republik Kongo, stattfindenden Boxkampfs „Rumble In The Jungle“ zwischen Muhammad Ali und George Foreman wurde das Festival Zaire 74 auf die Beine gestellt, um das größte Sportereignis der Welt zu untermalen und Black Power zu zelebrieren.

Neben eindrucksvollen Auftritten von Soul- und Blues-Ikonen wie James Brown, Bill Withers und B.B King dokumentiert der Film Ausschnitte aus Gesprächen mit den Künstler*innen, Veranstalter*innen und Muhammad Ali über die Signifikanz der politischen Bewegung.


5. Message To Love: The Isle of Wight Festival 1970 (1997)

 

Die Doku „Message To Love“ wurde 27 Jahre nach dem Festival veröffentlicht und bietet Einblicke in die vielen Pannen und Probleme, die bei einem der inzwischen ältesten Musikfestivals der Welt auftraten.

Zu seiner Zeit wurde das Isle Of Wight Festival als britisches Äquivalent zum Woodstock gehandelt, jedoch brachen nach kürzester Zeit anarchische Zustände aus – Künstler*innen wurden ausgebuht, das Publikum stürmte die Bühne und Tausende Unbefugte versuchten sich ihren Weg auf das Gelände zu bahnen. Kein Wunder, dass dem Veranstalter Rikki Farr der Kragen platze (siehe Video unten).

Das Festival ging in die Annalen der Geschichte ein, nicht zuletzt weil die etwa 600.000 Besucher*innen es zu einem der größten Musikereignisse aller Zeiten machten und weil es das letzte Konzert von Jimi Hendrix vor seinem Tod werden sollte.


6. Woodstock (1970)

 

Der Dokumentarfilm zum legendären Woodstock Festival ist ein absolutes Muss für jeden Fesitvalfan und die kulturell bedeutendste Doku unserer Liste.

Sie hält den Höhepunkt einer Gegenkultur fest und legte bereits vor fünfzig Jahren die Messlatte für Musik-Dokus ganz hoch an.

Matsch, Regen, naiver Optimismus, Jugendrevolte und reichlich Geschmuggeltes – besser kann eine Musik-Doku nicht werden.


7. My Generation (2000)

 

Mit dieser Dokumentation werden die Gemeinsamkeiten der Originalausgabe aus dem Jahr 1969 und der Ausgaben zum 25. und 30. Jubiläum beleuchtet. Letztere wurde vor allem aufgrund von gewalttätigen Auseinandersetzungen und Randalierern überschattet.

Der Ruf des Festivals ist dahin (auch deshalb, da die geplante Ausgabe zum 50. Jubiläum in einem finanziellen Desaster endete), für die Medien war es der Tag, an dem die Musik starb und der Optimismus des ursprünglichen Festivals versiegte.

In dieser faszinierenden Doku wird außerdem genau beleuchtet, was Musikfestivals so reizvoll für Jugendliche macht.


8. Made In America (2014)

 

Der Hip-Hop-Gigant Jay-Z beauftragte den Academy Award-Gewinner Ron Howard, um sein Made in America Festival zu dokumentieren. Für das Festival versammelten sich Musikliebhaber*innen aller Subkulturen, um den Genres Tribut zu zollen, die ihren Ursprung in den USA haben.

Freu dich auf Interviews mit Künstler*innen verschiedenster Genres. Mit dabei sind beispielsweise so vielfältige Namen wie Pearl Jam, Skrillex, Drake, The Hives und Run-DMC, die die Vision von Jay-Z perfekt verkörpern.

„Music succeeds in what politics and religion fail.“ Gut auf den Punkt gebracht.


9. Under The Electric Sky (2014)

 

Bei „Under The Electric Sky“ geht es um den Erfolg des amerikanischen EDM-Festivals Electric Daisy Carnival und das Erlebnis, dass Musikfestivals für ihre Gäste bieten.

Der Electric Daisy Carnival lockt jedes Jahr 345.000 Fans an – ausreichend Gelegenheit also, neue Freunde kennenzulernen und um unsterbliche Erinnerungen mit nach Hause zu nehmen.

Beim Zuschauen wird uns ganz warm ums Herz.

 


10. All Tomorrow's Parties (2009)

 

In „All Tomorrow's Parties“ von Jonathan Caouette geht es um die Geschichte des gleichnamigen Festivals (das nach einem Lied von The Velvet Underground benannt wurde).

In der Doku wird der traditionelle Grundgedanke von Musikfestivals und die wilde und abenteuerliebende Gegenkultur genauer betrachtet. Sie beinhaltet Musik und Konzerte von Iggy and The Stooges, Nick Cave, Yeah Yeah Yeahs, Patti Smith und Sonic Youth.

Mach dich auf eine Collage aus dem von Festivalgästen und Künstler*innen gefilmten Material gefasst, das den Do-it-Yourself- und konsumkritischen Vibe des Festivals noch weiter untermalt. Deutlich wird, dass das ehemalige Festival das wohl anarchischste auf dem britischen Festivalkalender war.

Wirklich schade, dass das ATP nicht mehr stattfindet.



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